Linova Software GmbH

Atlassian-Migration und Integriertes Service-Management

Linova Software GmbH begleitet ihre Kunden deutschlandweit bei der Prozessdigitalisierung sowie der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen. Die eigenen Systeme waren gerade erst mit Atlassian eingerichtet, als die Nachricht kam, dass die Australier zukünftig alle Kunden zu Cloud-Installationen „zwingen“ würden.

Um den Schutz von internen und Kundendaten sicherzustellen, musste Linova, wie viele andere auch erneut eine Migration durchführen. Vor allem die Migrationswerkzeuge der Hallo Welt! GmbH, aber auch die Optionen zur Integration von Integriertem Service-Management (IMS) überzeugten schnell. Heute ist man glücklich, ein System zu haben, wo früher mehrere Systeme notwendig waren.

„Wir helfen, wenn Standardsoftware nicht mehr ausreicht“

Geschäftsführer Dr. Andreas Löhr ist einer der Chefs von über 50 Mitarbeitern, die individuelle Softwareprodukte erstellen. „Wir helfen, wenn Software von der Stange nicht mehr ausreicht oder Kunden Anforderungen haben, die man nicht mehr durch Customizing oder die Konfiguration von Standardsoftware erreichen kann, also dort, wo man selbst Hand anlegen und Software programmieren muss.“ Außerdem bietet die Firma ihre IT-Beratung immer mit starkem technischen und betriebswirtschaftlichem Hintergrund.

Branche

IT-Dienstleistungen, IT-Beratung

Sitz

München, Fellbach

Produkt

Anwendung

Integriertes Management System (IMS)

Website

Portrait

Die Linova Software GmbH wurde  2008 von drei Geschäftsführern gegründet und startete direkt ins operative Geschäft mit Softwareentwicklungs- und Beratungsprojekten in den Bereichen Automotive und Aviation. Das Unternehmen hat sich auf Digitalisierungsprojekte für mittelständische und große Unternehmen spezialisiert. Auch in den Branchen Healthcare/Medizintechnik und Industrie ist die Linova aktiv.

Hohe Ansprüche bei der Linova und ihren Kunden

Die Linova ist ein deutsches IT-Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmen mit Hauptsitz in München und einem weiteren Standort in Fellbach bei Stuttgart. Das 2008 gegründete Unternehmen unterstützt mittelständische und große Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten, mit Schwerpunkten auf Strategieberatung für Digitalisierung und KI, individuelle Softwareentwicklung, Prozessoptimierung und Automatisierung, Datenstrategie, Datenanalyse und Machine Learning. Auch das UX/UI-Design sowie die Modernisierung bestehender Software aber auch Cybersecurity und Cloud-Beratung stehen da im Portfolio. Die Linova ist vor allem in Branchen mit hohen Ansprüchen an Regulierung und Prozessen aktiv, etwa im Automotive- oder Luftfahrtsektor, in Healthcare/Medizintechnik und generell der Industrie.

On-Premises first, aber nicht dogmatisch

„Wir waren immer schon in erster Linie IT-Firma und haben deshalb viel selbst gemacht und Kompetenzen aufgebaut. Wir sind und waren stets Vorreiter, weil wir exzellente Mitarbeitende und viel Können haben“, zeigt sich Löhr überzeugt. Nicht zuletzt deshalb galt bei Linova dementsprechend immer die Vorgabe: „On-Premises first“, sinngemäß „alles, was wir lokal, im eigenen Rechenzentrum machen können, sollte auch dort gemacht werden“. Zwar hat dabei lokale IT stets Vorrang, aber wenn es nicht anders geht, darf auch mal eine Cloud herhalten.

Dafür hat sich die Linova selbst eine Umgebung aufgebaut, die für die eigene Softwareentwicklung passt, inklusive Ticketsystemen und Source-Code-Verwaltung, „Wir haben da viel ausprobiert und sind wie viele andere irgendwann bei Atlassian gelandet. Uns war klar, dass die nicht die Billigsten sind, aber immerhin gab’s das auch On-Premises und passend mit dem Dreigestirn Jira (Ticketsystem), Confluence (Wissensmanagement) und Bitbucket für die Quellcodeverwaltung.“

Doch schon zwei, drei Monate nach dem Umzug kam die Schreckensmeldung in Form der „Journey to the cloud“: Mit diesen Worten kündigte Atlassian deutliche Preissteigerungen an, vor allem für die Kunden, die lokale Installationen betreiben möchten oder müssen – in einzelnen Fällen mehrere hundert Prozent. „Die Gespräche mit Atlassian verliefen am Ende im Sande, so dass es uns schnell klar war, dass wir uns erneut auf die Suche begeben mussten“, erinnert sich Löhr. „Zu Atlassian in die Cloud wollten und konnten wir nicht, auch wegen des geistigen Eigentums unserer Kunden.“

„Die Atlassian Cloud war auch wegen des Intellectual Property unserer Kunden keine Option“

Gleichzeitig bereitete Linova vier ISO-Zertifizierungen vor. Dafür war ein neues System erforderlich, das die Strukturen des Managementsystems abbildet und neue Kundenanforderungen nicht zuletzt hinsichtlich Lieferketten und gesetzlicher Vorgaben berücksichtigt.

Linova erarbeitete sich erfolgreich in den nächsten Monaten die ISO-Standards 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 27001 (Informationssicherheit) und ISO 45001 (Arbeitsschutz). Die Zertifizierungsprozesse beeinflussten erwartungsgemäß auch die Suche nach einem Nachfolger für Atlassians Produkte: Von Anfang an suchte man ein neues System mit grundlegenden Funktionen für Integrierte Management Systeme (IMS). „Das fängt ja bereits bei simplen Freigaben und Workflows an, im Idealfall kann ein IMS aber alle Managementfunktionen abbilden. Das Zauberwort ist ‚Integriert’“ (Löhr).

Recherche nach IMS führt zu BlueSpice Knowledge-Management-System

Zwar hatte Linova in der Vergangenheit bereits mit MediaWiki und mit Xwiki gearbeitet, vieles aber gleich wieder verworfen. Doch die erneute Recherche nach Wissensmanagementsystemen mit IMS-Integration brachte die Münchner wieder zu BlueSpice. Die Entscheidung fiel nicht nur wegen der regionalen Nähe, sondern gerade auch wegen der IMS-Unterstützung und den Migrationstools für Atlassian-User.

„Das ist alles gar nicht so lange her, die eigentliche Migration war 2025. Das Lizenzmodell und die Möglichkeit, das System lokal, gehostet oder in einer Cloud aufzubauen, hat uns gefallen.Wir haben gleich losgelegt mit Demo-Instanzen und Testfällen. Schnell haben wir gemerkt: Das was BlueSpice (noch) nicht konnte, störte uns nicht so, damit konnten wir leben. Und dann haben wir uns von Hallo Welt! Formulare bauen lassen.“ (Löhr)

Abbildung 1: IMS Handbuch von Linova in BlueSpice

Weitgehend automatische Migration von Atlassian

Schon im ersten Schritt des Migrationsprojektes baute Linova ein IMS in BlueSpice auf, auch um Erfahrungen damit zu sammeln. Schnell war klar: IMS in BlueSpice würde auch für das Kerngeschäft taugen. Die „Bereiche“ in Atlassian werden zu „Namespaces“ in BlueSpice, teils geht das schon automatisch, teils macht man das manuell.

Den Farmmodus braucht Linova nicht, ein Wiki mit über hundert Namespaces reicht, auch wenn die Firma „jedes Projekt, jedes Gremium mit einem separaten Namespace“ abbildet. So wurden auch die Geschäftsbereiche (direkt unter der Geschäftsführung) zu Namespaces, ebenso die (Atlassian-)Bereiche für verschiedenartigste Gremien und Arbeitsgruppen, und logischerweise hat auch die Geschäftsführung selbst einen eigenen Namespace.

Das Ganze funktioniert seit mittlerweile anderthalb Jahren wunderbar, Confluence ist tot, „seit Ende 2025 halten wir es nur noch vor, ohne dass Mitarbeiter mehr darauf zugreifen“. Bei Linova haben über 50 Personen BlueSpice-Zugang, dazu kommen auch Kunden mit Zugriff, insgesamt über 60 Benutzer.

Abbildung 2: IMS Handbuch von Linova in BlueSpice

Semantische Abfragesprache SMWQL und KI-Funktionen öffnen ungeahnte Möglichkeiten

Semantic MediaWiki Query Language, die Abfragesprache in BlueSpice, macht es Linova möglich, die Software nicht nur als Dokumentablage, sondern auch als Ablage für semantische Infos zu nutzen und in gewissen Grenzen auch intelligent abzufragen. Löhr ist sehr zufrieden: „Das bildet im Prinzip die Basisfunktionalitäten eines relationalen Datenbanksystems ab, man kann zum Beispiel alle Systeme abfragen, auf denen ein Benutzer Rechte hat. Auch die KI-Funktionen sind für uns spannend, vor allem weil sie auch lokale Modelle unterstützen.“

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