BlueSpice erhält BITV 2.0 Siegel als
barrierefreie Wiki-Software
16. January 2026
Ende des Jahres 2025 wurde BlueSpice von der Stiftung Pfennigparade mit dem Siegel „Optimierte Zugänglichkeit BITV 2.0 12/2025“ ausgezeichnet. Ein Meilenstein auf dem Weg, die beliebte Wiki-Software auch für Menschen mit Behinderung zugänglicher zu machen.

Eine Zusammenarbeit, die sich auszahlt
Barrierefreiheit und Inklusion sind bereits seit einigen Jahren Themen des BlueSpice-Entwicklerteams. Die konkrete Umsetzung ist allerdings keine Leichtigkeit. Das zeigen die Erfahrungsberichte aus unserer Softwareentwicklung im Linux Magazin und im Golem Newsletter „Chefs von Devs“. Dr. Markus Glaser (CTO) und Dr. Richard Heigl (CEO) unterstreichen darin nicht nur die hohe Relevanz von Barrierefreiheit in Webapplikationen, sondern machen auch die Herausforderungen bei der Implementierung deutlich. Diese Anstrengungen wurden nun nach einem strengen externen Audit mit einem Prüfsiegel belohnt.
Die Pfennigparade hat sich hierbei als idealer und hochkompetenter Partner erwiesen. Sie testete nicht nur Seiten auf Fehler bei der Verwendung von Screenreadern, sondern gab auch wertvolle Hinweise, wie die Software in Bezug auf Barrierefreiheit konkret verbessert werden kann. In gemeinsamen Meetings wurden die getesteten Inhalte besprochen und teilweise auch direkt gemeinsam bearbeitet. Bei den Teststellungen wurden systematisch auch Menschen mit den entsprechenden Beeinträchtigungen einbezogen. So war Feedback aus erster Hand garantiert. Dank des regelmäßigen Austauschs wurden auch Entwicklungsfragen stets zeitnah geklärt und fehlerhafte Features konnten rasch angepasst werden.
Barrieren abbauen und Software anders sehen lernen
Um in Zukunft allen Nutzenden ein gleichermaßen angenehmes Anwendererlebnis bieten zu können, wurden nicht nur Fehler behoben, die bei der Verwendung von Screenreadern auftraten, sondern auch solche, die die Barrierefreiheit allgemein negativ beeinflussten. Konkret wurden beispielsweise die Baumstrukturen im Wiki auf die Nutzung mit einem Screenreader hin verbessert. Aber auch viele Oberflächenelemente wie die Tab Struktur, die Auszeichnung von Bereichen oder die Skalierung von Texten wurden überarbeitet.
Ein anderes Beispiel ist die Möglichkeit zur Bewertung von Inhalten. Diese Funktion wurde im Rahmen der Zusammenarbeit neu implementiert.
Neben den konkreten Optimierungen erfolgte auch eine tiefgreifende Wissensvermittlung, an die zuständigen Software- und UX-EntwicklerInnen:
„Ich habe im Hinblick auf die User Experience einiges dahingehend mitnehmen können, wie in Zukunft Barrierefreiheit von Anfang an bei der Entwicklung von Features berücksichtigt werden muss. Ein alphabetischer Index ist beispielsweise für Sehende selbsterklärend, aber nicht für Screenreader Nutzende“, so Miriam Schlindwein, Frontend- und UI/UX-Entwicklerin bei der Hallo Welt! GmbH.
Inklusiv in die Zukunft
Das Thema Barrierefreiheit wird auch zukünftig bei BlueSpice einen hohen Stellenwert haben. Das Produktteam wird Schritt für Schritt weitere Bereiche optimieren und hat Barrierefreiheit als festen Bestandteil der Produktentwicklung erkannt. So werden beispielsweise alle Neuentwicklungen über interne Checklisten auf ihre Barrierefreiheit geprüft.
Zudem wird die Zusammenarbeit mit der Pfennigparade fortgeführt. So kann konsequent auf technische Herausforderungen eingegangen werden, die mit der Inklusivität von BlueSpice zusammenhängen.
Dank der intensiven Kollaboration und des dadurch entstandenen Wissensaustauschs wird BlueSpice weiterhin konstant Barrieren abbauen und die User Experience für Menschen mit Behinderung verbessern.
„Wir wollten reale Barrierefreiheit und nicht nur ein Testat. Die Prüfungen und Perspektiven der Pfennigparade haben uns deutlich gemacht, an welchen Stellen unsere Software im Alltag noch zugänglicher werden kann“, so Dr. Richard Heigl, Geschäftsführer der Hallo Welt! GmbH.
Hallo Welt! GmbH ist das Unternehmen hinter der Open-Source Enterprise-Wiki-Software BlueSpice, die mit über 1 Mio. Downloads in mehr als 160 Ländern verbreitet ist. Das Regensburger Unternehmen baut seit 2007 kollaborative Software für Wissensmanagement, Online-Dokumentation und Qualitätsmanagement. Das Wiki ist unter anderem im Einsatz bei BASF oder dem Flughafen München GmbH, in verschiedenen Bundeministerien und Ämtern oder Unternehmen der kritischen Infrastruktur (KRITIS).
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